PaderPride 2016 – Für Toleranz und Gleichberechtigung queerer Menschen!

Marc Freesmeier und Teresa Brandt, Sprecher von Linksjugend [’solid] Paderborn.

Der 28. Mai 2016 in Paderborn stand im Zeichen der Toleranz und Gleichberechtigung queerer Menschen. Die Linksjugend [’solid] Paderborn war bei der Demonstration durch die Stadt und beim Straßenfest am Rathausplatz dabei. Neben einem bunten Bühnenprogramm gab es zahlreiche informative Stände, u.a. von der Hochschulinitiative PlusS & friends, der Aids-Hilfe Paderborn e.V. und der Bildungs-Initiative SchLAu Paderborn.

Die Linksjugend [’solid] Paderborn selbst hat eine Fotoaktion durchgeführt.

„Die Aktion steht unter dem Motto ‚Wir sind queer!‘. Schließlich leben wir schon längst in einer Gesellschaft, in der es unzählige queere Menschen gibt, Menschen wie du und ich.“ erläutert Marc Freesmeier von der Linksjugend [’solid] Paderborn.

„Mit der Aktion wollen wir allen Menschen ermöglichen, zu zeigen, dass sie die Gleichberechtigung queerer Menschen unterstützen. Damit bekommt unsere Forderung nach völliger Gleichstellung und Gleichbehandlung queerer Menschen ein Gesicht.“, sagt Teresa Brandt.

Auf der Demo ging es bunt zu.

Nicht nur ein Gesicht, sondern erfreulich viele Gesichter fanden sich vor der Kamera ein, die von Maline Schmidt geführt wurde. Für sie war es Ehrensache bei der Aktion zu helfen. „Ich finde es schön zu sehen, wie viele Leute spontan vor die Kamera treten, um Toleranz und Vielfalt zu unterstützen.“, sagt sie.

Zusammen mit der Partei DIE LINKE. Paderborn und dem Studierendenverband Die Linke.SDS Paderborn war die Linksjugend [’solid] auch mit einem Infostand vertreten. Dort gab es viel Infomaterial über queere Bewegungen und ihre momentane Situation sowie die linken Forderungen zur Gleichberechtigung queerer Menschen.

„Es reicht nicht, queere Menschen einfach nur zu akzeptieren. Wir wollen, dass sie voll und ganz ohne Benachteiligungen und Einschränkungen politisch und sozial komplett gleichgestellt werden.“  sagt Freesmeier. „Wir brauchen keine Sonderregelungen für Queere, sondern gleiche Regelungen. Das bedeutet wirkliche Gleichberechtigung.“

Auf der Bühne fand auch ein politischer Talk statt, bei dem die LINKE leider nicht vertreten war.

Der gemeinsame Stand von Partei, SDS und Linksjugend war gut besucht.

„Das ist schade, denn unsere Forderungen sind eindeutig und konkret: gleiche Steuerrechte, ein gesetzlicher Schutz vor Diskriminierung queerer Menschen, ob am Arbeitsplatz, im Verein, bei der Wohnungssuche – dies würde eine entsprechende Reform der bestehenden Gesetze schon gewährleisten. Wir müssen uns endlich abwenden von der heteronormativen Politik, die eine reaktionäre Denke widerspiegelt, aber bestimmt nicht die reale Situation unserer Gesellschaft.“  fordert Brandt.

Die positive Annahme des PaderPrides von den Paderbornern unterstreicht dies Bild.

„Wir danken allen, die bei der Aktion mitgemacht und ein Zeichen gegen Diskriminierung gesetzt haben. Ausdrücklich danken wir auch den Veranstaltern und Akteuren dieser wichtigen und mutigen Veranstaltung.“ sagt Freesmeier. Nächstes Jahr, da sind sich beide Sprecher einig, wird man wieder dabei sein.

Alle Bilder der Fotoaktion gibt’s hier auf facebook.

 

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