Solidarität mit der „Kulturpraxis Karies“!

Am 2. April 2015 besetzten junge Menschen eine ehemalige Arztpraxis an der Friedrichstraße in Paderborn. Das Gebäude steht seit mehreren Jahren leer und findet trotz guter Innenstadtlage keinen Käufer.

Kulturpraxis Karies

Die „Kulturpraxis Karies“ möchte ein kulturelles und nichtkommerzielles Angebot schaffen. (Bild: squatpb)

Manuel Leyva, Sprecher der Linksjugend Paderborn: „Es ist nur konsequent dieses Gebäude sinnvoll zu nutzen. Die ‚Kulturpraxis Karies’ möchte ein kulturelles und nichtkommerzielles Angebot schaffen und dabei basisdemokratisch und autonom agieren. Wir setzen uns seit mehreren Jahren für ein solches Zentrum ein, doch die CDU-dominierte Lokalpolitik hat kein Interesse daran. Daher begrüßen wir diesen pragmatischen Schritt der Jugendlichen und erklären uns solidarisch mit ihnen.“

Erik Friede, ebenfalls Sprecher, ergänzt: „40 Jahre Kampf für ein freies, basisdemokratisches und selbstverwaltetes Jugendzentrum sind eine lange Zeit und beispiellos in OWL. In Bielefeld und auch in Detmold gibt es solche Einrichtungen mit Unterstützung der Lokalpolitik. Nur in Paderborn stellt man sich nach wie vor quer und gibt lieber Millionen für ein neues Theater oder demnächst für eine neue Stadtverwaltung aus.“ Friede weiter: „Der Stadt würde die Unterstützung dieses Jugendzentrums nur minimale Kosten verursachen. Zudem würde sich das kulturelle Angebot in Paderborn erweitern. Außerdem würden junge Menschen dadurch, dass sie sich selbst verwalten, früh Verantwortung übernehmen.“

Die Linksjugend [’solid] Paderborn unterstützt die Jugendlichen und fordert die Lokalpolitik auf, endlich über ihren Schatten zu springen und dieses Projekt anzuerkennen und zu unterstützen. Zu verlieren gibt es nichts; man kann nur etwas dadurch gewinnen.

Weitere Infos zur „Kulturpraxis Karies“ gibt es hier.

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